Farbmuster
Bootsmodell Duala
Städtische Museen Freiburg, Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus", Bootsmodell Duala, Ende des 19. Jahrhunderts., Foto: Axel Killian

 

Was hat die beliebte Schwarzwaldmetropole mit dem Kolonialismus zu tun, was haben wir damit zu tun und wie wirkt er auf Gesellschaften, die von ihm betroffen waren? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach. Sie zeigt, dass und wie wir hier im Globalen Norden ökonomisch, politisch und kulturell von den Strukturen der Unterdrückung und Ausbeutung profitieren, die durch den Kolonialismus geschaffen wurden. Das Beispiel Freiburgs veranschaulicht, dass diese Herrschaftsform von Angehörigen aller Bevölkerungsschichten getragen wurde. 

Freiburg und Kolonialismus

Menschen in und um Freiburg profitieren über Jahrhunderte vom europäischen Kolonialismus. Als sich das Deutsche Kaiserreich ab 1884 Gebiete in Afrika, Asien und Ozeanien kolonial aneignet, beteiligen sich auch Freiburger_innen aktiv an der Unterdrückung und Ausbeutung dortiger Bevölkerungen. Die Mehrheit der hiesigen Einwohner_innen ist aber durch ihren Alltag mit der Gewaltherrschaft des Kolonialismus verflochten: durch den Konsum sogenannter Kolonialwaren, die Mitgliedschaft in prokolonialen Vereinen oder den Besuch rassistischer Völkerschauen.

Der deutsche Kolonialismus endet 1919 infolge des Ersten Weltkriegs. Seine Ideologie wirkt jedoch lange Zeit weiter. Überall im Deutschen Reich, so auch in Freiburg, werben Kolonialbefürworter für eine Fortsetzung dieser Herrschaftspolitik. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzt eine kritische Auseinandersetzung mit den Strukturen globaler Ungerechtigkeit als Folge des Kolonialismus ein. Seine Geschichte und Auswirkungen werden nun aufgearbeitet.

Stadtkarte von Freiburg in dem verschiedene Orte mit Bezug zum Kolonialismus eingezeichnet sind.
Orte mit Bezug zum Kolonialismus in Freiburg, Karte: Städtische Museen Freiburg.

Mission und Widerstand

Mit der Bibel in der Hand und dem Wort Gottes im Mund unterstützen christliche Missionar_innen die koloniale Unterdrückung. Häufig bereiten sie ihr sogar den Weg. Mit der Verbreitung des Christentums werden europäische Wertvorstellungen an lokale Bevölkerungen vermittelt – das soll die Herrschaft über sie erleichtern. Weil sich die Lebensweise und Normen lokaler Gesellschaften von den westlichen unterscheiden, wird die christliche Mission oftmals mit deren 'Zivilisierung' begründet.

Viele Menschen übernehmen zwar die neue Religion, manche verknüpfen sie aber mit ihren bisherigen Traditionen und bewahren diese so für die Zukunft. Auch aus Freiburg und Baden gehen junge Frauen und Männer als Missionar_innen in außereuropäische Regionen. Unterstützt wird dies mit Geld, das die Kirche bei Gläubigen im Deutschen Reich sammelt. Somit sind auch hiesige Christen fernab der Einsatzgebiete indirekt an der Mission beteiligt. Zum Sammeln des Geldes dienen besondere Spendenkästchen, die in fast allen Kirchen stehen.

Im 19. Jahrhundert bahnen christliche Missionar_innen der europäischen Einflussnahme und Kolonialisierung auch in China den Weg. Daher sehen viele Chines_innen das Christentum als Gefahr für den Zusammenhalt ihrer Gesellschaft. Der YIHETUAN YUNGDON richtet sich Ende des 19. Jahrhunderts gegen den zunehmenden westlichen Einfluss und das Christentum. Seine Niederschlagung wird in der deutschen Geschichtsschreibung als "Boxerkrieg" bezeichnet.

Tasche aus Palmblatt, Missionsarbeit

Die Schule ist ein Hauptfeld der Missionsarbeit in den deutschen Kolonialgebieten. Kinder werden dadurch von traditionellen Werten und dem Einfluss ihrer Eltern ferngehalten und nach europäisch-christlichen Vorstellungen geformt. Die Anfertigung von kleinen Taschen und anderen Handarbeiten gehört zum Unterrichtsprogramm der Missionsschulen. Dieses dient der Disziplinierung und Vorbereitung auf die Arbeit im kolonialen Ausbeutungssystem.

Lokale Bevölkerungen widersetzen sich oftmals den christlichen Missionsversuchen. Traditionelle Heiler_innen spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie pflegen mit ihrem Wirken die religiösen Traditionen. Die Medizinflasche stammt von einem Heiler der Shambala, aus dem Norden Tansanias. Trappisten-Missionare entwenden sie ihm, um seine Heilkunst zu unterbinden. Die Tasche enthält zahlreiche "Orakel", die in Westafrika der Ausübung traditioneller Religionen dienen.

Expansion und Krieg

Freiburg ist auf vielfältige Weise mit Namibia und seiner gewaltvollen Geschichte als ehemaliges "Schutzgebiet" Deutsch-Südwestafrika verknüpft. Bis 2014 verwahrte die Universität 14 Schädel, die von dortigen Menschen stammen. Das Museum Natur und Mensch bewahrt etwa 200 Alltags- und Wertgegenstände von verschiedenen namibischen Bevölkerungen, wie den OvaHerero und Nama auf. Es sind "Geschenke" von Kolonialbeamten, Wissenschaftlern und Militärs an das Museum. Zu den 'Schenkenden' zählt der ehemalige Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika, Theodor Leutwein (1849-1921), der seinen Ruhestand in Freiburg verbringt. Während seiner Amtszeit beginnt der OvaHerero- und Namakrieg (1904 – 1908), der sich gegen die deutsche Kolonialherrschaft richtet. Leutweins Nachfolger, Lothar von Trotha (1848-1920), führt diesen Krieg mit grausamer Brutalität in den ersten Genozid, den Deutsche im 20. Jahrhundert verübten. Erst 2021 gesteht die Deutsche Bundesregierung diesen Völkermord offiziell ein.

Neue Wege in der Zusammenarbeit

Im Rahmen von zwei Workshops haben nama-, otjiherero- und oshivambosprechende Namibier_innen Fotos und Gegenstände für die Ausstellung ausgewählt. Der kulturelle Austausch unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen Namibias wurde bis zur Unabhängigkeit 1990 von der südafrikanischen Politik der Apartheid unterbunden. Dadurch entstanden Vorurteile, die bis heute bestehen. Mit der gegenseitigen Begegnung trug der Workshop dazu bei, diese abzubauen.

Ein Bildschirmfoto einer Videokonferenz mit vielen Teilnehmenden
Screenshot vom hybriden Workshop zwischen Freiburg und verschiedenen Standorten in Namibia

 

Zwei Frauen sitzen vor einem Laptop
Kuratorin Beatrix Hoffmann-Ihde und Kooperationspartnerin Emily Mutota im Depot der Ethnologischen Sammlung, Foto: Lidong Zhao.

 

Eine Frau ist von hinten zu sehen, sie hält eine Dose in die Kamera eines La.ptops
Emily Mutota hält eine Dose, die von den Teilnehmer_innen im Workshop besprochen und für die Sonderausstellung ausgewählt wurde, Foto: Lidong Zhao.

Während eines Workshops stellen zwei der Teilnehmer_innen fest, dass ihre jeweiligen Herkunftsgesellschaften, Nama und OvaHerero, solche Dosen aus dem Horn von Rindern kennen, aber für unterschiedliche Zwecke nutzen.

Wie ein Mieder werden diese Kleidungsstücke getragen, die aus rund geschliffenen Schalen von Straußeneiern gefertigt sind. Die Plättchen sind auf Lederschnüre gezogen, die am Rücken über das Gesäß reichen. Nur wohlhabende Frauen besitzen mehr als eines dieser prestigeträchtigen OMUTOMBE, arme Frauen hingegen oftmals keines.

Den Dolch erwirbt das damalige Museum für Natur- und Völkerkunde 1962 von Hans Offe (1884-1982), einem Freiburger Studienrat. Er erwarb den Gegenstand unter nicht näher bekannten Umständen 1934/35 am Okavango-Fluß im heutigen Nkurenkuru / Namibia. Solche Dolche sind heute nur noch selten und meist in Museen erhalten. Jedoch sind es vor allem deutsche Museen, in denen sie aufbewahrt werden. Es gehört zur ethischen Verpflichtung dieser Institutionen, außereuropäische Sammlungsbestände online zugänglich zu machen. Das Museum für Natur und Mensch kommt dieser Verpflichtung nach und hat bereits mehr als 1.000 Objekte in der Online-Sammlung veröffentlicht.

Konsum und Ausbeutung

Zwischen 1869 und 1914 steigt in Freiburg die Zahl der Kolonialwarengeschäfte von anfangs zehn auf weit über hundert an. Viele Freiburger_innen gewöhnen sich an den Konsum importierter Güter, wie Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte. Weite Verbreitung finden in dieser Zeit auch Textilien aus Baumwolle, da die einst rare Pflanze nun massenhaft und günstig in den Kolonien auf den Plantagen deutscher Unternehmen wächst. Auch andere Rohstoffe werden in das Deutsche Kaiserreich exportiert, was zu einer wirtschaftlichen Blüte führt.

Anders ist dies in den Kolonialgebieten, wo Armut und Abhängigkeit entstehen. Durch die Plantagenwirtschaft verliert die lokale Bevölkerung ihre Ackerflächen, während ihre Arbeitskraft und die natürlichen Ressourcen für den Export ausgebeutet werden. In globaler Hinsicht wächst daraus ein ökonomisches Nord-Süd-Gefälle, das bis heute besteht. Die Rohstoffe vieler Waren, die nicht nur Billigketten heute anbieten, stammen aus ehemals kolonialisierten Ländern.

Der kostengünstige Zugang zu Südfrüchten und zu Rohstoffen wie Gewürzen, Kaffee, Kakao oder Zucker ist ein wichtiger Grund für die Kolonisierung vor und während der Zeit des deutschen Kolonialismus. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts konsumieren immer mehr Menschen aus allen Bevölkerungsschichten diese Genussmittel. Sie werden damit zu Lebensmitteln des alltäglichen Bedarfs. Den Anstieg von Angebot und Nachfrage spiegelt die wachsende Anzahl der Geschäfte mit sogenannten Kolonialwaren in Freiburg zwischen 1870 und 1914 wider.

Das Handelshaus Woermann treibt seit 1837 Handel in Westafrika, ab 1885 auch mit eigenen Schiffen. Elfenbein, Kautschuk, Kokos und Bananen zählen zum Handelsgut, vor allem aber Palmöl. Daran besteht aufgrund der europäischen Industrialisierung riesiger Bedarf. Der Rohstoff wird mit Leinen und Geschirr oder mit billigem Schnaps bezahlt, der Menschen und Gesellschaften zerstört. Zu Woermanns wichtigen Handelspartnern zählen seit 1868 die Duala. Sie kontrollieren als Zwischenhändler an der Nordküste von Kamerun den Palmölhandel. Deswegen wollen deutsche Handelsleute sie aus ihrem Wohngebiet vertreiben. Dieses Bootsmodell kaufte das Museum von Johannes Christian Heldt, der als Kapitän der Woermann-Linie nach Kamerun fuhr.

Der Baumwollbedarf wächst in Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts rasant. Baumwollkleidung entwickelt sich von einem Luxusgut zur Massenware. Der enorme Rohstoffbedarf der deutschen Industrie wird zunehmend durch den Anbau auf Plantagen in Togo, Kamerun und Ostafrika gedeckt, welche von Handelsgesellschaften geführt werden. Ab 1900 fördert das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee (KWK), in welchem Freiburg ab 1909 Mitglied ist, planmäßige Versuche zum großflächigen und ertragreichen Baumwollanbau.

Neben Straußen- und Marabufedern aus Afrika sind besonders die Federn zahlreicher Paradiesvogel-Arten auf dem europäischen Modemarkt begehrt. Paradiesvögel leben in Neuguinea und auf den umliegenden Inseln. Die Jagd auf ihre Federn ist während der deutschen Kolonialzeit ein lukratives Nebengeschäft für Siedler, Pflanzer und Kolonialbeamte. Um die Tiere vor Konsumgier und vor dem Aussterben zu schützen, verabschiedet der Deutsche Reichstag 1914 ein Vogelschutzgesetz. Es verbietet die Jagd auf Paradiesvögel in Deutsch-Neuguinea.

Wissenschaft und Aneignung

Das Streben nach Aneignung von Fremdem verbindet Wissenschaft und Kolonialismus eng miteinander. Das zeigt sich auch in Freiburg, etwa am Beispiel der Universität und des Museums für Natur- und Völkerkunde. Nach dessen Gründung 1895 erhält es einen Großteil seiner Objekte von Personen, die in den deutschen Kolonien aktiv sind. Heute ist davon auszugehen, dass unter diesen Gegenständen auch solche sind, die unter Anwendung von Gewalt ihren Besitzer_innen entwendet wurden. Daher wird nun ihre Herkunftsgeschichte aufgearbeitet, um sie gegebenenfalls an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben.

Wissenschaftler der Freiburger Universität – allen voran der Anthropologe Eugen Fischer (1874-1967) – nutzen koloniale Infrastrukturen für ihre Forschung. Mit ihren Ergebnissen stützen sie wiederum das System des Kolonialismus: So arbeitet Fischer nach einer Reise in das damalige "Schutzgebiet" Deutsch-Südwestafrika seine menschenverachtende Rassentheorie aus und macht damit im Nationalsozialismus Karriere.

 

 

Historisches Foto einer Vitrine eng befüllt mit Objekten aus Ozeanien.
Ozeanienvitrine aus der Dauerausstellung des damaligen Museum für Natur- und Völkerkunde, Foto: Georg Röbcke, ca. 1911.

Das Museum für Natur- und Völkerkunde ist heute das Museum Natur und Mensch. Es wird 1895 auf Betreiben engagierter Freiburger_innen als Bildungsstätte gegründet. Hugo Ficke (1840-1912) baut als ehrenamtlicher Leiter die Sammlungen mittels öffentlicher Aufrufe und Anfragen an Freiburger_innen, auch in den deutschen Kolonialgebieten auf. Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Museumsbestand so stark angewachsen, dass allein die Ozeaniensammlung des Museums 31 Glasschränke füllt. Ein Großteil dieser Sammlung stammt aus kolonial beherrschten Gebieten des Deutschen Kaiserreichs. Dabei werden koloniale Strukturen zum Sammeln genutzt. Von Reise- und Transportmöglichkeiten über die teils ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnisse der lokalen Bevölkerung bis hin zum Einsatz von Gewalt zur Aneignung der Objekte. Ein Erbe, mit dem sich das Museum Natur und Mensch heute kritisch auseinandersetzt.

Eine Sammlung aus den kolonial beherrschten Gebieten des Deutschen Reichs in Ozeanien ist die Sammlung "Brandeis". Ihrer Erforschung widmet sich ein vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste gefördertes Projekt. Seit Juli 2020 ist dafür der Ethnologe Godwin Kornes am Museum Natur und Mensch tätig. Mehr Informationen zum Provenienzforschungsprojekt finden Sie hier.

Das Nashorn ist ein gewaltiges Säugetier und die Jagd darauf prestigeträchtig. Dieser Schädel ist eine Jagdtrophäe und der Schenker Wilhelm Winterer (1879-1969) war als Offizier der "Kaiserlichen Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika" möglicherweise selbst der Schütze. Eine genaue Dokumentation der Herkunft ist nicht überliefert.

Dieses Glas ist ein ehemaliges Schau- und Lehrobjekt für Schulen und Museen. Kaffee wird während der deutschen Kolonialzeit in verschiedenen Regionen, auch in Kamerun angebaut. Die Wissensvermittlung über solche wichtigen "Kolonialpflanzen" wurde durch Nasspräparate einfach und wirkungsvoll unterstützt.

Propaganda und Popularisierung

Nach dem Ersten Weltkrieg endet für das Deutsche Reich der Kolonialismus. Die angeeigneten Gebiete werden entsprechend dem Versailler Friedensvertrag (1919) von den Siegern übernommen. Viele Kolonialbefürworter akzeptieren diese Übereinkunft nicht und fordern ihre Rückgabe. Laut ihrer Propaganda würden Kolonien als zusätzlicher "Lebensraum" benötigt und um den Bedarf an Rohstoffen sowie Absatzmärkten zu decken. Der Nationalsozialismus unterstützt diese Forderung und 1935 findet in Freiburg eine große Kolonialtagung statt. Sie soll die prokoloniale Einflussnahme auf die Bevölkerung verstärken.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat dieser Kolonialrevisionismus ausgedient. Aber der Rassismus als ideologische Wurzel des Kolonialismus bleibt weiterhin wirksam, denn er ist bereits tief in die Sprache und das Verhalten der deutschen Gesellschaft eingedrungen. Zur kritischen Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte gehört daher auch die Wachsamkeit gegenüber rassistischem Denken, Sprechen und Handeln.

Anlässlich der Reichskolonialtagung wird in Freiburg 1935 eine dreiwöchige Kolonialausstellung eröffnet. Der NSDAP-Gauleiter von Südbaden, Robert Wagner, propagiert in der lokalen Tagespresse, dass mit dieser Ausstellung der deutsche Anspruch auf Kolonien erhoben und verteidigt werde.

Auch Objekte aus dem damaligen Museum für Natur und Völkerkunde wurden in der Freiburger Kolonialausstellung gezeigt.

Einsatz FÜR eine gerechte Zukunft – GEGEN die Folgen des Kolonialismus

Die Geschichte des Kolonialismus aufzuarbeiten, setzt die Anerkennung seiner ökonomischen, politischen sowie gesellschaftlichen Folgen voraus sowie die Bereitschaft diese zu bekämpfen. Daher müssen Bedürfnisse, Forderungen und Kritiken der Gesellschaften ernstgenommen werden, die von den Auswirkungen des Kolonialismus betroffen sind. Ziel ist es, das immer noch bestehende ungleiche Machtverhältnis zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden aufzubrechen und als gleichberechtigte Beziehung neu zu gestalten.

Dafür setzen sich viele Freiburger_innen aus unterschiedlichen Weltregionen ein. Sie folgen damit ihrer Vision von einer gerechteren Welt, die allen Menschen eine lebenswerte Zukunft bietet. Stellvertretend für die zahlreichen Freiburger Initiativen kommen zum Abschluss der Ausstellung drei Gruppen zu Wort. Sie formulieren ihre Kritik an postkolonialen Strukturen und geben Einblick in ihre Vorstellungen von globaler Gerechtigkeit und in ihr Engagement dafür.

Video-Datei
"Und in diesem Moment stellte ich fest, dass die koloniale Macht immer noch in ihm wirkt […]".
Produktion: Ann-Kathrin Friedrich, Simon Weisser, Julius Metzdorf und Katharina Ritter mit Unterstützung weiterer Mitglieder von Color Esperanza e.V. 2021/22 Freiburg.

 

Der Katalog zur Ausstellung ist im Museumsshop erhältlich.

Förderung:

Die Sonderausstellung wurde von der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (Namibia-Initiative).

Logo der Baden-Württemberg-Stiftung

 

 

 

 

 

 

 

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