Alpensteinbock

Capra ibex

Über das Objekt

Alpensteinbock-Präparat aus der Gründungszeit des Museums. Das Standpräparat wurde sehr wahrscheinlich extra für die Alpen-Faunengruppe angeschafft.
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Seit der Altsteinzeit jagen die Menschen Steinböcke. Horn, Blut und Haare galten als magisch und heilend. Diese Mystifizierung führte im 18. Jahrhundert beinahe zur Ausrottung dieser Art in Europa. Die Errichtung eines königlich jagdlichen Schutzgebietes 1856 im italienischen Gran Paradiso verhinderte das. Von 100 Alpensteinböcken wuchs der Bestand bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf 3.000 Tiere an. Dieses Präparat wurde 1905 sehr wahrscheinlich extra für die Alpen-Faunengruppe des Museums angeschafft. Faunengruppen waren "up to date", denn sie zeigten Lebensgemeinschaften. Diese zwar unnatürlich dicht gedrängt, jedoch mit dem Ziel, möglichst viele Arten eines Lebensraumes zu präsentieren. Dieser Alpensteinbock wurde ganz oben auf einem "Felsen" platziert. Er war Teil mehrerer Ausstellungen an den verschiedenen Standorten des Museums, überstand diverse Umzüge, Montagen, zwei Weltkriege und Auslagerungen. Mit der Neukonzeption des Museums passte er nicht mehr in die Dauerausstellung und wird seitdem im Zentralen Kunstdepot aufbewahrt.

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