Büste

Gedenkkopf, 19. Jahrhundert

Über das Objekt

Gedenkkopf eines Königs des Königreichs Benin (etwa 900 n. Chr. bis Ende des 19. Jh.). Gedenkköpfe waren Teil der königlichen Ahnenaltäre. Die zwei flügelähnlichen Kopfaufsätze sind ein eindeutiges Datierungsmerkmal für die Köpfe des 19. Jahrhunderts. Sie stellen zwei aufgesteckte Federn dar als Zeichen für hohes Alter, Weisheit und Autorität. Die Könige Benins hatten ungeheure Macht: sie standen an der Spitze des Reiches, erhielten Steuern und Tribute und kontrollierten den Handel.
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Die Gedenkköpfe dienten der Erinnerung und Verehrung der verstorbenen Könige, die auf Altären gewürdigt wurden. Bronze war ein Symbol für Beständigkeit und Schutz und stand für die Kontinuität der Herrschaft der Oba. In der Spätzeit des Beninreiches dienten die Bronzeköpfe Elefantenstoßzähnen als Sockel und bildeten mit ihnen eine rituelle Einheit. Die vertikale Ausrichtung des Elefantenzahns versinnbildlichte die Verbindung des Königs mit seinen Vorfahren.

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