Kampfläufer

Philomachus pugnax

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Der Name dieser Vogelart ist eine Herleitung vom Balzverhaltens der Männchen: Um die Weibchen zu beeindrucken, tragen sie in Balzarenen Schaukämpfe aus; die Weibchen wählen dort einen Partner. Die Balzarenen werden jährlich wieder benutzt. Das Balzritual ist kompliziert und basiert auf folgenden drei Paarungsstrategien der Männchen. Das typische, „residente Männchen“ trägt einen dunklen Federkragen (wie unser Präparat) und besetzt eine Arena. Dort balzt es aktiv Weibchen an. Es kann von sogenannten Satellitenmännchen begleitet werden, die immer eine helle, weißliche Halskrause tragen. Diese Männchen besitzen keine eigene Arena, werden jedoch vom residenten Männchen geduldet, weil es dadurch seine eigene Attraktivität und Paarungsmöglichkeit gegenüber den Weibchen erhöht. Die Satellitenmännchen profitieren, weil auch sie Paarungsmöglichkeiten erhalten. Die dritte Strategie ist die der sogenannten „Faeder“-Männchen. Diese mausern nie ins Prachtkleid und ähneln deshalb den Weibchen. Sie entgehen dadurch der Aufmerksamkeit der residenten Männchen, sodass sie sich unauffällig paaren können. Paarungen außerhalb der Arenen sind möglich, aber seltener. Die spektakuläre Halskrause, das charakteristische Merkmal des Prachtkleides der Männchen, ist nur während weniger Wochen im Jahr ausgebildet. Diese großen Federhauben und -kragen sind individuell in unterschiedlichen rotbraunen, gelblichen, weißen oder schwarzen Farbtönen gefärbt. Der Rücken ist bräunlich, die Brust dunkel gefleckt mit weißen Außenseiten. Die Gefiederfärbung ist bedeutend für die Rangfolge der Männchen. Die Weibchen besitzen keinen auffälligen Federschmuck. Sie sind unauffällig bräunlich gefärbt und gefleckt und deutlich kleiner als die Männchen. Brutpflege und Jungenaufzucht wird ausschließlich vom Weibchen betrieben.

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