Figur

Osiris, 26. - 30. Dynastie (664-332 v.Chr.)

Über das Objekt

Diese Statuette aus Bronze zeigt Osiris in einer aufrecht stehenden Haltung. Dargestellt mit hoher Doppelfederkrone und langem Kinnbart hält Osiris in den Fäusten Wedel und Zepter. Als wichtige Gestalt des ägyptischen Pantheons galt Osiris als Symbol für die Auferstehung und den ewigen Kreislauf der Natur. Er war König des Totenreiches und oberster Richter beim Totengericht.
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Osiris herrschte der Mythe nach als weiser und beliebter König über Ägypten. So erregte er den Neid seines Bruders Seth. Der tötete und zerstückelte ihn und warf ihn in den Nil. Isis, Schwester und Gattin des Osiris, fischte ihn aus dem Strom und fügte ihn - als Urbild der Mumie - wieder zusammen. Durch ihre Liebe wurde der Bruder-Gemahl wiederbelebt. Aus dieser Verbindung ging Horus als Reinkarnation von Osiris hervor. Der altägyptische Glaube setzt das Leben, Sterben und die Wiederauferstehung des Osiris mit dem alljährlichen Vegetationszyklus in Beziehung: Unter der Hitze verdorrt das Land, es ist wie tot. Dann bringen die Nilfluten neues Leben. Das Saatkorn wird in die Erde gelegt (= Begräbnis), es ruht im Boden (= Aufenthalt in der Unterwelt) und keimt auf zu junger Saat (= Auferstehung). Das Figürchen zeigt Osiris in der typischen aufrecht stehenden Haltung als Mumie, nur Kopf und Hände ragen aus der Umhüllung. Die Hände halten seine Insignien, den Krummstab als Symbol des guten Hirten und den Dreschflegel als Zeichen der Fruchtbarkeit. Das Kinn ziert der charakteristische lange schmale Bart. Auf dem Kopf eine hohe Krone mit großen seitlichen Federn. Über der Stirn die Uräusschlange, die ägyptische Kobra, ein Zeichen der Sonne und des Pharao, die mit ihrem feurigen Atem die Feinde abwehrt. Eva Gerhards

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