Dominik Weber

Bauernmädchen mit zwei Ziegen, ein Heubündel auf dem Kopf tragend, undatiert

Über das Objekt

Diese Darstellung eines Bauernmädchens steht ganz in der Tradition der Romantik. Das Heubündel auf dem Kopf des Mädchens wirkt mehr wie eine Blumenkrone, als eine schwere Last, die Ziegen necken sich verspielt. Die Szene könnte in Italien stattfinden, wären nicht die Tannen und die Form der Bergrücken im Hintergrund.
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Dominik Webers Darstellung eines jungen Bauernmädchens steht noch ganz in der romantischen Tradition. Fast scheint es, als sei diese Szene nicht im Schwarzwald, sondern in Italien entstanden. Elegant balanciert das barfüßige Mädchen seine Last auf dem Kopf. Das kunstvoll geschnürte Bündel mit den an den Seiten herausragenden Kräuterbüscheln wirkt nicht wie eine schwere Last, sondern sitzt wie eine Blumenkrone auf dem Kopf des Mädchens. Es wird begleitet von zwei Ziegen, die sich an das Mädchen drängen. Diese biedermeierlich-romantische Sicht auf das Landleben hat ihren Charme, entspricht aber nicht im Geringsten den harten Lebensumständen der Menschen im Schwarzwald. Dem Künstler ging es hier aber auch gar nicht um Realismus, sondern um die Darstellung eines arkadischen Ideals. Dominik Weber ging bei Dionys Ganter in Eisenbach im Hochschwarzwald in die Lehre. Wahrscheinlich hat Weber dort zunächst vor allem eine Ausbildung als Uhrenschildmaler erhalten. 1842 trug er sich für das Fach Malerei in das Matrikelbuch der Münchner Kunstakademie ein. In München hielt er auch Kontakt zu den Nazarenern. Nach 1847 lebte er erfolgreich als Maler und Porträtist in Freiburg und hat vor allem viele Altarwerke geschaffen, wie zum Beispiel das Hochaltarbild in St. Peter und Paul in Freiburg-Kappel. TILMANN VON STOCKHAUSEN

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