Julius Heffner

Der Hornberg, um 1937

Über das Objekt

Der typische Wechsel von Wiesen und Waldflächen strukturiert das Bild und leitet den Blick weit über den Berghang hinaus. Die detailreiche Darstellung der vier Höfe entlang eines Feldwegs - mit ihren dazugehörigen Bauerngärten und den Blumen am Wegesrand - erinnern an die Illustrationen eines Kinderbuches.
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Fast aus der Vogelperspektive eröffnet das Gemälde von Julius Heffner einen weiten Blick auf den Schwarzwald. Im Vordergrund des Bildes ist ein Berghang mit Wiesen und vier Höfen zu erkennen, die durch einen Feldweg wie Perlen an einer Kette miteinander verbunden sind. Der erste Hof versteckt sich in einer leichten Mulde, sodass nur die obere Hälfte zu erkennen ist. Auf dem Dach ist ein Dachreiter mit Glocke positioniert. Neben den Höfen sind Bauerngärten angelegt, die mit Zäunen aus Holzlatten vor dem Wild geschützt werden. In diesen Gärten züchten die Menschen des Schwarzwaldes Blumen und Gemüse. Im Hintergrund ist ein flaches Tal mit einer Ortschaft abgebildet, rund ein Drittel des Bildes wird jedoch von einem bewölkten Himmel eingenommen. Auf Heffners Gemälde lässt sich sehr gut der typische Wechsel von Wiesen und Waldflächen im Schwarzwald ablesen. Der trockene, gedämpfte Farbauftrag betont die sommerliche Stimmung des Bildes, ein leicht milchiger Dunstschleier hängt über der Landschaft. Die detaillierte Ausarbeitung der Szenerie verleiht dem Werk einen fast naiven Ausdruck. Heffner ist weit entfernt von der impressionistisch geprägten Bildauffassung von Wilhelm Hasemann oder Franz Gräßel. In seinem Gemälde wird alles sorgfältig ausgearbeitet und die Landschaftsszenerie erinnert in ihrem Detailreichtum an Abbildungen in Kinderbüchern. TILMANN VON STOCKHAUSEN

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