Max Radler

Scharlatane, 1971

Über das Objekt

Max Radlers Bild „Scharlatane“ ist eine Auftragsarbeit, die sich auf ein früheres Gemälde mit dem Titel „Nacht des Aberglaubens“ bezieht. Radler konzentriert sich in „Scharlatane“ auf die Thematik der Zukunftsdeutung, die er - dem Titel gemäß - kritisch und distanziert betrachtet.
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Das Bild „Scharlatane“ entsteht kurz vor Radlers Tod im Jahr 1971. Es handelt sich um eine Auftragsarbeit, die sich auf ein acht Jahre zuvor entstandenes Werk bezieht: ein Ölgemälde mit dem Titel „Nacht des Aberglaubens“ von 1963 aus der Sammlung der Ostdeutschen Galerie Regensburg. Das Bild zeigt einen städtischen Platz bei Nacht, der von zahlreichen fantasievollen Tiergestalten und Menschen bevölkert ist, die auf verschiedene Weise Praktiken des Aberglaubens nachgehen. In „Scharlatane“ konzentriert sich Max Radler nun auf jenen Bildausschnitt, der sich der Thematik der Zukunftsdeutung widmet. Eine Wahrsagerin befragt die Karten, weiter rechts im Bild wird das Schicksal aus der Hand gelesen und im Hintergrund scheint ein Astrologe die Zukunft anhand der Konstellation der Sterne zu berechnen. Nach seiner Zeit in englischer Kriegsgefangenschaft musste Max Radler erfahren, dass sich die Menschen noch immer von Scharlatanen verführen ließen und der Aufarbeitung von Geschichte oft mit Verdrängung begegneten.

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