Wilhelm Schnarrenberger

Selbstbildnis mit Melitta, 1936

Über das Objekt

Wilhelm Schnarrenberger, aufgewachsen und ausgebildet in München, war ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Von 1921 - 1933 Professor an der Badischen Landeskunstschule in Karlsruhe, wird er 1933 von den Nationalsozialisten entlassen und zieht mit seiner Frau, der Malerin Melitta Schnarrenberger, nach Berlin. Hier sieht er sich mit schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen konfrontiert und sein Werk gilt ab 1937 als entartet. 1938 zieht er nach Lenzkirch, in den Schwarzwald, wo er mit der Familie eine Pension betreibt. Nach dem Krieg nimmt er seine Professur in Karlsruhe wieder auf. Das Selbstbildnis mit Melitta erzählt von den verheerenden Auswirkungen des Berufsverbots auf den Künstler sowie vom prekären künstlerischen Klima im Berlin der 1930er Jahre. Hier entsteht dieses eindringliche Doppelporträt. Es gibt als Bildnis eines Künstlerehepaares auch Einblick darin, dass in Künstlerbeziehungen oftmals aus den unterschiedlichsten Gründen einer hinter dem anderen zurückstehen muss, beziehungsweise im Hintergrund agiert.

Objektdaten

Ihre Nachricht zum Objekt

Sie haben Informationen oder Fragen zu diesem Objekt?