Hauszeichen

Hauszeichen „Zum Marienbild“, um 1570 - 1580

Über das Objekt

Das Relief mit der Muttergottes zwischen zwei Engeln ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele der einst zahlreichen Hauszeichen. Sie setzten die Namen der Freiburger Häuser in Bilder um und dienten vor der Einführung der Hausnummern um 1760 zur Identifikation. 1744 wurde dieses Schild neu bemalt und mit dem Namen des damaligen Besitzers versehen.
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Anstelle von Hausnummern trugen die Freiburger Häuser bis ins 18. Jahrhundert Namen, die eigentlich dem jeweiligen Grundstück zugeordnet waren. Diese Namen waren gut sichtbar auf die Fassade geschrieben, vor allem aber als bildliche Darstellung in Form von Hauszeichen angebracht. Damit war das Haus auch für Personen identifizierbar, die nicht lesen und schreiben konnten. Als ältestes erhaltenes Hauszeichen gilt das um 1570/80 für das Haus „Zum Marienbild" (heutige Merianstraße 9) geschaffene Relief mit der Darstellung der Muttergottes zwischen zwei Engeln. Die Schrift auf der Tafel wurde bei Besitzerwechsel regelmäßig, zuletzt 1744 erneuert. Der damalige Hausbesitzer Johann Martin Von der Lew (Leu) stammte aus Bregenz. Er lebte seit 1728 in Freiburg, war zunächst Zunftmeister der Maurer und Zimmerleute und wurde 1762 Stadtbaumeister. Unter anderem hat er den Bau der Alten Wache auf dem Münsterplatz geleitet. Die Hausnummerierung wurde nach 1770 eingeführt, damals noch mit fortlaufenden Zahlen für die ganze Stadt. Seit dem Jahr 1866/67 gibt es die heute übliche straßenweise Nummerierung.

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