Historischer Meteorit „Ensisheim“

vor 4,56 Milliarden Jahren

Über das Objekt

Sprichwörtlich aus heiterem Himmel fiel am 7. November 1492 um 11:30 Uhr ein ca. 127 kg schwerer Stein unter lautem Getöse in einen Acker am Stadtrand von Ensisheim im Elsass. Das Ereignis war bis zur Donau und weit in die Schweiz hinein hörbar und gilt als ältester beobachteter Meteoritenfall der westlichen Welt, von dem bis heute Originalmaterial erhalten ist. Der spätere Kaiser Maximilian I. kam Tage nach dem spektakulären Fall in die Stadt und veranlasste, dass der rätselhafte Himmelsbote zur Sicherheit in der örtlichen Kirche in Ketten gelegt wurde, wo er über mehrere Jahrhunderte hinweg verblieb. Bereits 1492 von Sebastian Brant beschrieben, trug „Ensisheim“ seit dem frühen 19. Jh. ganz wesentlich zur wissenschaftlichen Bestätigung des kosmischen Ursprungs von Meteoriten bei.

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