Maske

Kopfaufsatzmaske, 1900

Über das Objekt

Die Maske mit einem Doppelkreuz-Aufsatz wurde aus leichtem, hellem Holz gefertigt. Sie ist weiß, schwarz und blau bemalt. Am Hinterteil der Maske befindet sich ein Netz. Derartige Masken wurden von Tänzern während den alle 12 Jahre stattfindenden Bestattungsfeiern der Dogon getragen. Die Bestattungsfeiern, Dama, geleiteten die Seelen der Verstorbenen aus der Welt der Lebenden in die Welt der Ahnengeister. Heute werden die Kanaga-Masken der Dogon vor allem bei Auftritten für Touristen getanzt.
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Kanaga-Masken stehen mit den Bestattungszeremonien und den Gedenkfeiern für die Verstorbenen in Verbindung. Sie treten in spektakulären Tänzen auf, die heute beliebte Touristenattraktionen sind. Kanaga-Masken haben verschiedene Deutungen. Für die Nicht-Initiierten soll der Aufsatz über dem Kopfteil den Vogel Godi darstellen für Initiierte Gebärden des Schöpfergottes Amma bei der Schöpfung der Welt, der mit der einen Hand nach oben zum Himmel weist, mit der anderen zur Erde. Der Tanz der Maske erinnert an die innere Vibration der erschaffenen Materie. Nach anderen Interpretationen repräsentiert sie den Vogel Komolo tebu im Flug, das Wasserinsekt Baramkamza dullogo, den Fuchs oder das Krokodil, alles Tiere, die in der Schöpfungsmythologie eine bedeutende Rolle spielen.

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