Maske

1880

Über das Objekt

Aufsatzmaske der Ekoi aus Holz, die mit Antilopenhaut überzogen ist. Auf dem Hinterkopf der Maske ist Rindenbaststoff aufgebracht. Die Maske ist schwarz bemalt. Spitze Stöckchen sind als Zähne eingesetzt. Die Heimat der Ekoi liegt in Westafrika im Grenzgebiet der Länder Nigeria und Kamerun.
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Charakteristisch für die ausdrucksstarken Aufsatzmasken der Ekoi ist der realistische Gesichtsausdruck. Dieser wird verstärkt durch dünn geschabte Tierhaut, die über den hölzernen Korpus gezogen ist. Spitze Zähne, Bemalung sowie plastische Schmucknarben spiegeln indigene Schönheitsvorstellungen wie Zahndeformation und Skarifizierung wider, die noch heute praktiziert werden. Masken dieser Art waren im Besitz der Geheimbünde. Sie stellen Ahnen dar oder repräsentieren den Status ihres Besitzers innerhalb des Bundes. Traditionell wurden sie von Tänzern bei Initiations- oder Beerdigungsriten getragen. Vor dem Einsatz wurden die Masken mit Palmöl eingerieben, mit Federn dekoriert und die Zähne und Augen mit Lehm eingefärbt. Heute treten Tänzer mit solchen Masken an Weihnachten auf. Die ursprüngliche Bedeutung der Masken ist durch die Christianisierung zum Teil verloren gegangen. Die Maske wurde von F. Staschewski, der für die deutsche Kolonialgesellschaft Nordwest-Kamerun tätig war, 1902 für das Museum erworben.

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