Hermann Dischler

Baldenweger Hütte am Feldberg, 1904

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Dicht eingeschneit liegt die Baldenweger Hütte da. Das tiefgezogene Dach geht beinahe nahtlos in die Schneelandschaft über. Als Bauernhütte errichtet, um im Sommer das Vieh zu versorgen, bekam sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts touristische Bedeutung und ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Skifahrer.
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Immer wieder zog es Hermann Dischler in die winterliche Natur. Die Baldenweger Hütte liegt tief verschneit in der Landschaft, nur ein kleiner Ausschnitt der Fassade ist erkennbar. Das tiefgezogene Dach geht nahtlos in die Schneelandschaft über, eine einsame Skispur deutet darauf hin, dass diese Hütte nicht verlassen ist. Was ursprünglich als Bauernhütte errichtet worden war, um im Sommer das Vieh in den Höhenlagen zu versorgen, bekam schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine touristische Bedeutung. Bis heute ist die Baldenweger Hütte ein beliebtes Ausflugsziel und Stützpunkt für Wanderer und Skifahrer. Dischler gilt nicht zu Unrecht als der »Schneemaler«. Virtuos arbeitet der Künstler mit verschiedenen Weißtönen. Auch in den Wolken am Himmel setzt sich das Spiel von fein abgestuften Farbschattierungen fort, die Wolken verheißen weiteren Schneefall. Wahrscheinlich hat Dischler für dieses Motiv eine fotografische Vorlage genutzt, die er als Schwarz-Weiß- Diapositiv in seinem Studio auf die Leinwand projizierte. Auf diese Weise erhielt er Anregungen zu einer differenzierten Struktur der Weiß- und Grautöne in der Schneelandschaft. TILMANN VON STOCKHAUSEN

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