Oberrheinisch

Weibliche Heilige (Barbara?), um 1410/1420

Über das Objekt

Die Figur stammt aus dem Glotterbad bei Freiburg. Sie ist aus zwei ausgehöhlten Hälften zusammengefügt, ihr Mantel war ursprünglich rundum vergoldet. Ein Namensvorschlag lautet auf die jungfräuliche Märtyrerin Barbara. Das Attribut, das sie wohl in den verlorenen Händen hielt, wäre demnach ein Turm gewesen.
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Nach dem Verlust ihrer Unterarme und der Hände, die zweifellos ein personenbezogenes Attribut gehalten haben, ist es nicht mehr möglich, die jungfräuliche Heilige namentlich zu bestimmen. Die Besonderheit der vier geflochtenen Haarzöpfe mutet zwar individuell an, hat in diesem Zusammenhang aber keine Bedeutung. Auch Details der Kleidung, wie die sehr auffällige, hoch ansetzende Gürtung, vermögen keinerlei Hinweis zu geben. Relativ sicher ist, dass es sich um ein Einzelbildwerk handelt - und nicht um eine Altarskulptur beispielsweise. Darauf jedenfalls lässt die voll ausgearbeitete Rückseite schließen. Hier ist auch noch die kostbare Vergoldung des Mantels nahezu ganzflächig erhalten. Sie lässt ermessen, welch prächtigen Eindruck die auch in ihren Abmessungen durchaus anspruchsvolle Figur auf das Kirchenvolk einst gemacht haben wird. Das Glotterbad nahe Freiburg ist ihre überlieferte Herkunft. Dort soll sie sich in der Giebelnische einer alten Scheune befunden haben und mag, wenn auch kaum ursprünglich, aus der Kapelle nebenan stammen. (Detlef Zinke)

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