Priska von Martin

Elch, um 1955-1956

Über das Objekt

Die kleinformatige Bronzeplastik Elch zeigt das Tier auf drei Läufen stehend, wobei der linke Hinterlauf nach vorne gestreckt ist, um sich mit dem Huf zu kratzen. Die Darstellung ist stilisiert; in der Nahsicht wirkt die Oberfläche unruhig und rau. Auffällig sind die fünf Einschnitte in die Flanken des Tieres, die die Künstlerin der Plastik als deutliche Eingriffe hinzugefügt hat. Wenn man diese tiefen Einschnitte als realistische Darstellung einer Verwundung des Tieres verstünde, so wäre der Elch seinen Verletzungen schon längst erlegen. Dem widersprechen die stehende Haltung des Tieres und die Tatsache, dass sich das »schwer verletzte« Tier kratzt, weil etwas juckt. So verstanden, lässt die Plastik trotz der tiefen Wunden einen humorvollen, fast ironischen Zug erkennen.

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