Priska von Martin

"Teilzerstörte Figur", 1981

Über das Objekt

Der auf einem einfachen Holzbrett stehende Torso zeigt bewusst die Materialen und Spuren seiner Entstehung. In der aufrechten Konzentration, der sparsamen Bemalung und der aufbrechenden Körperoberfläche treten Aspekte von Gefangenheit, schmerzlichem Zerfall und Zerstörung in Erscheinung. Priska von Martin, für die „das Formfinden vom Menschsein spricht“ (von Martin), steht mit dieser „teilzerstörten Figur“ (von Martin) eigenständig im Blickfeld der expressiven Bildhauersprache der 1980er Jahre.
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Im bildhauerischen Werk von Priska von Martin nimmt die Darstellung der weiblichen Figur neben den zahlreichen Tiermotiven (Pferde und Rentiere) eine Hauptrolle ein. Bei beiden Themengruppen vermag sie in der Formfindung biografische und existenzielle Verbindungen herzustellen. Deutlich ablesbar ist dies an der Behandlung der Oberfläche und dem fragmentarischen Corpus der weiblichen Figur, die in ihrer Haltung an die Klarheit und Stille archaischer Statuen erinnert. Der auf einem einfachen Holzbrett stehende Torso zeigt bewusst die Materialen und Spuren seiner Entstehung. In der aufrechten Konzentration, der sparsamen Bemalung und der aufbrechenden Körperoberfläche treten Aspekte von Gefangenheit, schmerzlichem Zerfall und Zerstörung in Erscheinung. Priska von Martin, für die „das Formfinden vom Menschsein spricht“ (von Martin), steht mit dieser „teilzerstörten Figur“ (von Martin) eigenständig im Blickfeld der expressiven Bildhauersprache der 1980er Jahre.

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