Plastik

19. Jahrhundert

Über das Objekt

Die Göttin Gajalakshmi sitzt in Lotospositur auf einem Lotosthron im Teich. In den Händen hält sie Lotosknospen, Gebetsring und eine Bilva-Frucht. Schmuck, Krone, Ehrenschirm und Dienerinnen mit Fliegenwedeln weisen sie als Fürstin aus. Gajalakshmi ist eine Erscheinungsform der hinduistischen Glücksgöttin Shri (Lakshmi), die Gattin des Vishnu. Sie ist die Göttin des Wohlstands, der Schönheit und Harmonie, der Fruchtbarkeit und Vegetation und Beschützerin verheirateter Frauen.
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Gajalakshmi ist eine der ältesten und verbreitetsten Gottheiten Indiens. Sie ist eine der zahlreichen Erscheinungsformen der hinduistischen Glücksgöttin Shri oder Lakshmi, Gattin des Vishnu. Sie gilt als Göttin des Wohlstands, der Schönheit und Harmonie, der Fruchtbarkeit und Vegetation und ist Beschützerin der verheirateten Frauen. Sie wird bis heute verehrt; ihre Statuetten finden sich vor allem über den Eingängen von Häusern und Tempeln. Die in Gold und Rot gefasste kleine Skulptur zeigt die typischen Attribute: Die vierarmige Göttin sitzt in Lotospositur auf einem Lotosthron, der aus dem Wasser aufsteigt. In den erhobenen oberen Händen hält sie Lotosknospen, in der unteren rechten Hand den Gebetsring, in der linken eine Bilva-Frucht (Aegle marmelos), die wegen ihrer wohltuenden, revitalisierenden Wirkung in der Ayurvedischen Medizin eingesetzt wird. Die reich geschmückte, fürstliche Figur trägt eine Krone, über ihr wölbt sich ein Ehrenschirm. Flankiert ist sie von zwei Dienerinnen mit Fliegenwedeln. Diese stehen vor Säulen, die sich zu Lotosblüten öffnen, darauf Elefanten (Sanskrit gaja), die aus runden Gefäßen Wasser auf die Göttin gießen. Die hier manifestierte Ikonographie der Gajalakshmi mit dem Lotos als Symbol der Reinheit und Vollkommenheit sowie den Wasser ausgießenden Elefanten als Sinnbild der Fruchtbarkeit hat sich über zweitausend Jahre nur wenig verändert. Eva Gerhards

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