Puppe

Stabpuppe, 1970

Über das Objekt

Die Figur weist einen reduzierten, blockhaften Korpus auf, der hinten ausgehöhlt ist und aus hartem Holz gefertigt wurde. Die Arme sind aus leichterem Holz gearbeitet und wurden in seitliche Aussparungen eingelassen und mit Eisennägeln befestigt. Die konischen Brüste sind relativ tief angesetzt. Der Hals ist lang, darüber ein schmales Gesicht mit ausladender Frisur. Über der runden Stirn befindet sich ein breiter Steg unter dem die lange, schmale, gerade Nase folgt. Die Frisur am Oberkopf ist sehr hoch aufgetürmt. Die Figur ist insgesammt stark verziert: Kupfer- bzw. Messingblechstreifen und -scheiben, mit eingestanzten Punktreihen und Zickzacklinien zieren das Gesicht, die Frisur, den Hals und die Handgelenke. In der Nase und in je drei Löchern in den Ohren sind Bommel aus roten Baumwollfäden angebracht. Vom Steg über der Stirn hängen fünf Kaurischnecken an mit je zwei gelb-roten Glasperlen verzierten Schnüren. Der Korpus ist bekleidet mit einem Kleid aus handgewebtem Baumwollstoff, das verziert ist mit braunem Rauten- und Punktmuster in Flafanitechnik (Pflanzensud und Schlammbad); im gerade geschnittenen Kleid sind zwei Löcher für die Brüste eingeschnitten. Dargestellt ist tchemeni, eine verheiratete, ältere Frau mit traditionellem Kleid.

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