Bildergalerie
Rudolf Großmann
Unold von Kaltenquell, 1922
Über das Objekt
Das Buch Unold von Kaltenquell konzipierte Rudolf Großmann 1922 in Text und Bild. Anhand zweier Figuren entfaltet er eine bissig-witzige Zeitkritik, die aus heutiger Sicht gänzlich anachronistisch erscheint: Das weibliche Geschlecht wird als liebreizender und schöner Zeitvertreib betrachtet, dient als Muse und Quelle der Inspiration des Mannes. Dieser, Unold genannt, sucht, von der Schwermut der Welt geplagt, in der Kunst, im Tanz, in der Philosophie nach neuen Erkenntnissen. Nachdem seine Muse ihn verlassen hat, lässt er sich schlussendlich in den Weltraum schießen, um in Zukunft als leuchtendes Gestirn von seinen Zeitgenossen bewundert zu werden.