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Waldspitzmaus
Sorex (Sorex) araneus
Die Waldspitzmaus ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Obwohl diese kleinen Energiebündel äußerlich an Mäuse erinnern, sind sie näher mit Igeln und Maulwürfen verwandt. Alle zählen zoologisch-systematisch zur Ordnung der Insektenfresser. Die Waldspitzmaus ist tag- und nachtaktiv und hält keinen Winterschlaf. Ihr Energieverbrauch ist so hoch, dass sie ständig auf Nahrungssuche ist. Regenwürmer, Insekten, Schnecken und sogar kleine Wirbeltiere zählen zu ihrem Beutespektrum. 2014/2015 haben Biologen Waldspitzmäuse am Bodensee in einer Studie untersucht und stellten große saisonale Schwankungen ihres Gewichts fest. Anders als bei manchen Säugetieren, die sich ein Fettpolster für den Winter anfressen, schrumpft die Körperlänge der Waldspitzmaus vor Winterbeginn um bis zu 20 %. Dabei werden nicht nur einzelne Organe wie Milz, Darm und Gehirn kleiner, sondern sogar Schädelknochen und die Wirbelsäule! Ein Prozess, der über den Winter anhält. Im Frühjahr steigt das Gewicht der Tiere wieder um mehr als 80 %. Diese Veränderungen werden nicht etwa durch den akuten Nahrungsmangel ausgelöst, sondern sind genetisch bedingt und helfen dem Tier wahrscheinlich, mit weniger Nahrung den Winter zu überstehen.