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Oberrheinisch
Tennenbach Altar: Mockery of Christ, 1420/30
About the object
The altarpiece is associated with the town of Staufen, but probably comes from the Tennenbach Cistercian monastery near Emmendingen. The middle section has been lost. It contained many sculptures. The wings were split into sections. Scenes from the Life of Mary and the Passion of Christ are depicted in the Augustinermuseum. Other sections depicting scenes of Christ's Passion now reside in Karlsruhe.
Vom Staufener Altar, der vermutlich aus dem bei Emmendingen gelegenen Zisterzienserkloster Tennenbach stammt, sind nur noch die ihrerseits fragmentierten Flügel vorhanden. Um Einzelbilder zu erhalten, wurden sie einst gespalten und Szene für Szene zersägt. Teile fanden ihren Weg in die Städtischen Sammlungen, andere wiederum ins Museum der Erzdiözese, die dann gleichfalls ins Augustinermuseum gelangten. Die Darstellungen des Marienlebens auf den Innenseiten konnten damit glücklicherweise wieder in der alten Ordnung zusammengefügt werden. Nicht so die außen befindlichen Bilder der Passion Christi, von denen drei in die Kunsthalle Karlsruhe kamen. Ein Bild der Passion gilt als verloren. Verkündigung, Heimsuchung, Geburt und Beschneidung Christi, Anbetung der Könige, Darbringung im Tempel und die Krönung der Gottesmutter zum Abschluss bilden die goldgrundige Szenenfolge des Marienlebens, die nur sonntags oder anlässlich besonderer Feste präsentiert worden sein mag. farblich und im liturgischen Rang davon abgesetzt ist die Passion, die sich vor einem bestirnten Himmel ereignet. Eine märchenhaft anmutende Welt tritt uns entgegen. Personen mit meist jugendlichen, puppenhaft-sanften Gesichtern, gekleidet in weich fließende Gewänder mit ondulierenden Säumen bevölkern einen kaum entwickelten Bildraum. Dies ist die Kunstsprache der Epoche um 1400, die man treffend den ‚Weichen‘ oder ‚Schönen Stil‘ nennt. Ihr bedeutendster Vertreter am Oberrhein war der nur unter seinem Notnamen bekannte, vielleicht in Straßburg tätige Meister des Frankfurter Paradiesgärtleins. Aus seiner Werkstatt müssen der oder die Maler des Staufener Altars hervorgegangen sein. (Detlef Zinke)