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Fritz Kohlund
Forge des frères Fauler à Falkensteig (Höllental)., 1904
A propos de l'objet
Le travail quotidien dans une forge à marteaux-pilons : l’acier liquide frappé par le marteau-pilon mécanique, actionné hydrauliquement, brille d’un ton jaune éclatant. A l’enclume, deux hommes travaillent le métail incandescent au marteau et à la force de leurs bras, tandis qu’un autre ouvrier chauffe des pièces métalliques dans la cheminée.
Fritz Kohlund gewährt in seinem Gemälde einen Blick in das Hammerwerk in Falkensteig. In der Mitte des Bildes glüht ein großes Stück Eisen auf einem Amboss. Gehalten wird das glühende Metall von einem Arbeiter, während ein weiterer mit einem Stock daneben steht, um das Eisen zurechtzurücken, falls es verrutschen sollte. Ein mächtiger Hammer schlägt auf den Amboss ein. Das Schwungrad im Hintergrund, welches den Hammer betätigt, wird durch Wasserkraft angetrieben. Links neben dem Schwungrad sieht man den Generator, welcher die Wasserkraft auf das Schwungrad überträgt. Auf der rechten Bildseite hält ein Mann an einer Schmiedeesse (Feuerstelle mit Abzug und Luftzufuhr) stehend Eisen in die Glut, um es für die weitere Verarbeitung vorzubereiten. Ein vierter Mann links beobachtet das Geschehen. Im Vordergrund liegen am Boden des Hammerwerkes große und kleine Eisen - stücke und diverses Werkzeug der Schmiede. Der großherzoglich-badische Ministerialbeamte Adam Ignaz Valentin Heunisch (1768-1863) beschreibt in seinem Werk Das Großherzogthum Baden, historisch-geographisch-statistisch-topographisch beschrieben aus dem Jahr 1857: »[…] das Fürstlich Fürstenbergische Hammerwerk besitze ein Frischfeuer und zwei Kleinfeuer und ein Blechwalzwerk. Es produziere 2500 Centner Stabeisen und 5-600 Centner Blechproduktion«. Hammerwerke waren weit verbreitet im Schwarzwald und boten nicht nur den Schmieden, sondern auch vielen anderen Menschen einen gesicherten Arbeitsplatz. KATHRIN FISCHER Das dargestellte Hammerwerk wurde von den Gebrüdern Fauler betrieben. Früher hieß es Obere Blechschmiede, bevor es das Faulersche Eisenwerk in Falkensteig wurde. Es bestand aus einem Hammerwerk, einem Walzwerk und später kam noch eine Eisengießerei hinzu. Durch den Eisenbahnbau und das sich stetig verbessernde Straßennetz wurde billigeres Eisen aus dem Norden in den Schwarzwald importiert. Dies führte zu Schließungen der zahlreichen Hammerschmieden vor Ort. Das Faulersche Hammerwerk in Falkensteig wurde 1872 aufgegeben, obwohl es zeitweise sogar 400 Arbeiter beschäftigte. Die meisten Gebäudeteile wurden später abgerissen. TILMANN VON STOCKHAUSEN