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Wilhelm Hasemann
Maison de la Forêt Noire, um 1900
A propos de l'objet
Le toit caractéristique d’une ferme de la Forêt-Noire est débordant et descend très bas : il servait de protection contre le vent et les intempéries. En général, les familles et le bétail vivaient sous un même toit : en bass les étables, au-dessus les espaces habitables et sous le toit la grange à foin. Cette ferme est connue à Gutach sous le nom de « Steinadeshof ».
Wie kaum ein anderer Maler hat Wilhelm Hasemann die Traditionen und Gebräuche des Schwarzwaldes dokumentiert. In seiner selbst gewählten Heimat Gutach hat er auch zahlreiche Schwarzwaldhöfe gemalt, die Teil der Landschaft und in ihrer Architektur in Deutschland einzigartig sind. Je nach Gegend zeigt sich das Schwarzwaldhaus in unterschiedlicher Ausprägung, einige Grundsätze lassen sich jedoch bei jedem Hof erkennen: In der Regel lebten das Vieh und die Menschen unter einem Dach. Die Viehställe wurden ganz bewusst als Wärmequelle eingeplant, denn die Winter waren lang und hart. Kennzeichen eines jeden Schwarzwaldhauses ist das weit überkragende und tief heruntergezogene Dach, das die Schneemengen im Winter vom Haus abwenden sollte. In den großen mächtigen Dachböden wurde meist das Heu gespeichert, das im Winter als Viehfutter diente. Da fast alle Höfe in Hanglage gebaut wurden, nutzten die Menschen des Schwarzwaldes die Höhenunterschiede und bauten auf der Bergseite eine ebenerdige Einfahrt in den Dachboden ein, sodass das Heu ohne Mühen eingebracht werden konnte. Auf seinem Gemälde zeigt Hasemann einen Hof aus Gutach, den sogenannten Steinadeshof. Hier sind das Untergeschoss und noch ein Teil des Hauptgeschosses in Stein gemauert, nur der Wirtschaftsteil und das Dach sind in Holzbauweise ausgeführt. Im Hintergrund lässt sich die sanfte Landschaft des Gutachtales erkennen. Der Ort Gutach liegt im mittleren Schwarzwald und ist heute berühmt, da aus dieser Region der Bollenhut stammt und ein großes Freilichtmuseum – der Vogtsbauernhof – die Kultur des Schwarzwaldes vermittelt. Der von Hasemann um 1900 gemalte Steinadeshof ist bis heute erhalten, auch wenn große Teile 1965 durch einen Blitzeinschlag vernichtet wurden. Die Brandgefahr ist bei den aus Holz gebauten Schwarzwaldhöfen eine permanente Bedrohung. TILMANN VON STOCKHAUSEN
Références bibliographiques
- Baumann, Joachim: Wilhelm Hasemann. Künstlerpostkarten. Schonach [u.a.] 2010, S. 43, 8.
- Augustinermuseum Freiburg: Black Forest. Suwon 2016. 4. 9., S. 123 Seiten.