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Hermann Dischler
L’Ospelehof à Hinterzarten, 1908
A propos de l'objet
Sur ce tableau, Dischler ne montre pas la façade représentative d’une ferme de la Forêt-Noire, mais la partie agricole arrière avec son entrée dans la grange. Le style de peinture aux traits épais semble spontané et authentique. La ferme appelée Ospelehof est à présent un domicile de vacances avec un local de vente.
Dieses Bild zeigt, dass Hermann Dischler neben winterlichen Motiven auch andere Jahreszeiten auf die Leinwand bringen konnte. Gerade in kleinformatigen Werken hat Dischler oftmals einen sehr lockeren, skizzenhaften Pinselstrich eingesetzt. Das Blattwerk der Bäume ist nur mit einem kräftigen, rotierenden Pinselanstrich angedeutet. Die gedeckten Farben vermitteln den Eindruck eines Tages mit eher trübem Himmel. Die Waldflächen auf den Hügeln im Hintergrund verschwinden fast im milchigen Licht. Umso deutlicher kommen einige wenige Details zum Vorschein, so beispielsweise der leuchtend rote Schornstein und der helle Dachreiter mit der Glocke auf dem Dach des Hofes. Die Perspektive von der Bergseite auf den Hof hat etwas Zufälliges, dabei zeigt das Bild einen ungewöhnlichen Ausschnitt: Nicht die repräsentative Vorderseite, sondern der Wirtschaftsteil des Hofes mit der Scheuneneinfahrt steht im Vordergrund. Das verleiht dem Gemälde etwas Authentisches und Spontanes. Im Gegensatz zu den oftmals fast fotorealistisch ausgearbeiteten großformatigen Arbeiten malte Dischler immer wieder auch im impressionistischen Stil. Von dieser Ansicht existieren auch eine fotografische Aufnahme und eine Bleistiftzeichnung. Allerdings weicht diese im Ausschnitt deutlich von der Fotografie ab, welche erst viel später entstanden ist. Somit hat Dischler in diesem Fall wohl direkt in der Natur gezeichnet und vielleicht auch dort gemalt. Der Ospelehof liegt etwas außerhalb des Ortskernes von Hinterzarten. Vom Hof aus eröffnet sich ein weiter Blick in die Landschaft, die Dischler in seinem Bild in ein diffuses Licht getaucht hat. Bis heute wird der Hof bewirtschaftet, allerdings nunmehr als Feriendomizil mit eigenem Hofladen. TILMANN VON STOCKHAUSEN