Amethystdruse

Über das Objekt

Bereits in der Antike zählte die violette Quarz-Varietät Amethyst zu den gesuchten Schmucksteinen. Noch im Mittelalter wurde er als Mittel gegen Trunksucht verabreicht und bis in die Neuzeit als geschliffener Stein in sakrale Gegenstände wie Kelche, Kreuze und Ringe eingearbeitet. Mindestens seit dem 16. Jh. verarbeiteten auch die Freiburger Edelsteinschleifer seltene Amethystfunde aus regionalen Vorkommen, später kamen Rohsteine aus dem Saar-Nahe-Gebiet hinzu. Anfang der 1950er Jahre entdeckte ein Schüler (Klaus Burgath) an der Kartäuserstraße in Freiburg zahlreiche Materialreste einer mittelalterlichen Schleifmühle, die neben Böhmischem Granat auch verschiedene Chalcedone sowie Bergkristall und Amethyst verschliffen hatte. Die qualitativ hochwertigsten Rohsteine wurden jedoch erst im späten 19. Jh. von europäischen Auswanderern in Uruguay entdeckt. Seit dieser Zeit fand Amethyst weltweite Verbreitung in modernen Schmuckartikeln und Gravuren jeglicher Art. Die abgebildete Riesendruse stammt aus den bis zu 1.800 m mächtigen Flutbasalten von Rio Grande do Sul im Süden Brasiliens. Diese über 100 Millionen Jahre alten Vulkanite enthalten zahlreiche mineralisierte Gasblasen und werden bis heute auf Amethyst und Achat abgebaut.

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