Bootsmodell

Bootsmodell, 1875 bis 1898

Über das Objekt

Das Bootsmodell ist mir 21 Figuren bemannt. An Bug und Heck sind abstrakte Zeichen aufgemalt. Von außen ist das Objekt mit Ölfarbe bemalt. Die verwendeten Farben sind Blau, Weiß und Oxyd-Rot. Die Ruderer sind rot bemalt, mit weißen Gesichtern und schwarzen Kappen. Die größte Figur ist mir schwarzem Anzug und Hut, weißer Weste und weißem Gesicht dargestellt. Hinter dieser Figur steht ein Schirm.
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Das Boot ist ein Fortbewegungsmittel bei den Küstenvölkern Kameruns, deren Hauptaktivität die Fischerei ist. In der Kolonialzeit war dieses Fahrzeug sehr wichtig für den Transport von Kolonialbeamten, Forschungsreisenden, Missionaren sowie Gütern. Die Duala waren seit der Ankunft der Europäer als Zwischenhändler tätig. Mit ihren Booten tauschten sie Waren im Hinterland ein und brachten sie zu den Schiffen der Europäer am Meer. Dieses Bootsmodell aus der Sammlung von Kapitän Heldt ist eine künstlerische Reproduktion der Boote der Duala aus der deutschen Kolonialzeit. Es könnte das Ritualkanu darstellen, mit dem die Duala während ihres Ritualfestes des Ngondo (Nabelschnur), die gute Botschaft von den Ahnen im tiefen Meer holten. Die verschiedenen Personen im Bootsmodell sind alle initiiert und tragen die traditionellen schwarzen Mützen der Duala. Die Bemalung mit geometrischen Formen und Figuren zeigt deutlich, dass dieses Bootsmodell für spezielle Ereignisse angefertigt wurde: beispielsweise für den Transport des Chiefs oder für traditionelle Feste und Rituale. Der Musiker vorne und der Trommler hinten sorgen für die gute Stimmung des Chiefs in der Mitte. Der Sonnenschirm, der dem Chief Schatten spendet, stellt ein Herrschaftsinsignium dar. Autor: Albert Gouaffo

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