Trauerente

Melanitta nigra
Der Name dieser Ente leitet sich von der einfarbig schwarzen Prachtgefieder-Färbung der Männchen ab. Diese präsentieren zusätzlich an der Wurzel des Schnabelhöckers ein gelbes oder oranges Schnabelfeld. Die Weibchen sind dunkelbraun gefärbt, mit einer hellgrauen Kopf-Wangen-Partie. Das Schlichtkleid ist bei beiden Geschlechtern bräunlich, beim Männchen mit dunklerem Kopf. Es besteht lediglich Verwechslungsgefahr mit den etwas größeren Samtenten. Diese haben jedoch einen deutlich sichtbaren weißen Halbmond unterm Auge sowie einen weißen Flügelspiegel. Während der Brutzeit stößt das Männchen gurrende, teils flötende und kichernde Rufe aus. Als typische Meerenten gehen sie nur zur Brutzeit an Land. Ihre Brutgebiete liegen im nördlichen Eurasien von Island über Großbritannien und Skandinavien bis nach Sibirien. Sie brüten an langsam fließenden Gewässern, aber auch an Mooren, Waldrändern und in der Tundra. Die geselligen Trauerenten sind häufige Durchzieher und Wintergäste und außerhalb der Brutzeit in größeren Gruppen bis Schwarmgröße unterwegs. Sie jagen auch in kleineren Trupps. Ihre Nahrung sind v. a. Muscheln und Schnecken, Ringelwürmer sowie Krebstiere und Insekten. Die Trauerente ist als Meerente besonders durch die Verschmutzung der Meere und die zunehmende Fischerei bedroht. Die anthropogene Übernutzung natürlicher Muschelbestände und die Stellnetzfischerei sind für die Vögel kritisch. Die Trauerente ist im Bestand nicht gefährdet. Dennoch ist sie in Deutschland als eine Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie der Bundesregierung zur biologischen Vielfalt eingestuft. Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) erlaubt eine Jagd vom 1. Oktober bis 15. Januar.

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