Oberrheinisch Basel?

Hl. Kunigunde und hl. Bischof (Nikolaus?), 1250/60

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Die beiden Scheiben waren ursprünglich in Rundmedaillons im großen Radfenster des Südquerhauses des Münsters eingesetzt. Die Benennung der Figuren als Kunigunde, Gemahlin Kaiser Heinrichs II., und Bischof Nikolaus von Myra hat keine sichere Grundlage.
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Die beiden Scheiben in Form eines genasten Vierpasses entstammen der Südquerhausrose des Freiburger Münsters. Dort waren sie mit vier weiteren thronenden Heiligenfiguren jeweils in ein Kreismedaillon eingefügt. Der fragmentarischen Erhaltung halber ist das Gesamtprogramm nicht mehr zu erschließen. Auch die Benennung der beiden Heiligen beruht einzig auf begründeten Hypothesen. Mit Krone und Reichsapfel ausgezeichnet, ist vermutlich die 1033 verstorbene, 1200 heiliggesprochene Kaiserin Kunigunde, Gemahlin Kaiser Heinrichs II., dargestellt, die sowohl in Freiburg als auch im nahen Basel verehrt wurde. Beim Bischof dürfte es sich um den heiligen Nikolaus, den Patron der Kaufleute, handeln, dem im Münster eine eigene Kapelle, nach älterer Auffassung ursprünglich sogar die Pfarrkirche selbst geweiht war. Stilistisch sind die Bilder dem frühgotischen ›Zackenstil‹ zuzurechnen, der vorrangig in den deutschsprachigen Ländern seine Ausprägung fand. Ihn kennzeichnen metallisch verhärtete Gewänder mit ihren namengebenden, spitzigen Säumen. Formvergleiche machen eine Entstehung der Scheiben in Basel wahrscheinlich. Oberrhein, Basel? (Detlef Zinke)

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