Oberschwäbisch

Teil der Darstellung eines Jüngsten Gerichts: Hl. Johannes d. T. und Apostel , um 1430

Über das Objekt

Die Gerichts-Darstellung befand sich einst in der Margaretenkapelle des Konstanzer Münsters. Weitere Teile, darunter die Zentralfigur Christi als Weltenrichter, sind eingesetzt im sogenannten „Konstanzer Fenster“ des Freiburger Münsters.
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Als der dezimierte Fensterbestand im Freiburger Münster zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgefüllt wurde, konnte man nicht zuletzt auf Scheiben anderer Herkunft zurückgreifen. Dazu zählten auch Glasgemälde aus Konstanz, die in einer neuen, manchmal sinnwidrigen Anordnung wieder zusammengesetzt wurden, darunter die Darstellung eines Jüngstes Gerichts. Die auf drei Bahnen verteilte Szene hatte sich, der maßgeblichen Rekonstruktion folgend, ursprünglich im Achsenfenster der oberen, 1430 vollendeten Margareten-Kapelle des Konstanzer Münsters befunden. Das ans Augustinermuseum abgegebene Teilstück, mit Johannes dem Täufer als Fürbitter und Mitgliedern des Apostelkollegiums, bezieht sich kompositorisch und ikonographisch auf den in der Mandorla thronenden und richtenden Christus der mittleren Bahn, der in ein Seitenschifffenster des Freiburger Münsters eingefügt wurde. Dort wird er von zwei Scheiben mit der Auferweckung der Toten und der Höllenszene flankiert, die sich einst im Register darunter befanden. Das spiegelbildliche, linke Gegenstück unseres Teils mit der Fürbitterin Maria und weiteren Aposteln ist anscheinend verloren. Ein stilistisch sehr nahe stehendes, sicher vorbildhaftes Weltgerichtsfenster ist in einer Kapelle des Ulmer Münsters erhalten (Besserer-Chörlein). (Detlef Zinke)

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