Figur | Mami Wata

Weibliche Skulptur mit Schlange, 1950 - 1996

Über das Objekt

Darstellung eines afrikanischen Wassergeistes, Mami Wata. Mami Wata Darstellungen weisen meist weibliche Attribute auf. Der Mami Wata Kult wird vor allem in Westafrika und der Karibik praktiziert Im Kult vermischen sich mythische Vorstellungen um Wassergöttinnen, Meerjungfrauen und Schlangenpriesterinnen.
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In weiten Teilen Westafrikas gilt Mami Wata (pidgin english: "Wassermutter") als hellhäutige Gottheit mit Wurzeln in Übersee. Häufig bildet sie die zentrale Figur eines Altars, auf dem Symbole von Schönheit und westlichem Wohlstand präsentiert werden, neben Bildern katholischer Heiliger und hinduistischer Gottheiten. Mami Wata besitzt heilende und lebensspendende, aber auch zerstörerische und schädliche Eigenschaften. Als Verursacherin von Krankheiten und Unfruchtbarkeit wird Mami Wata vielerorts gefürchtet. Der Mami Wata Kult lässt sich vermutlich zurückführen auf den Hamburger Zirkus Hagenbeck, der um 1900 für seine Völkerschauen bekannt war. Eines seiner Werbeplakate gelangte vermutlich durch Kolonialbeamte nach Westafrika. Die Afrikaner sahen in dem Motiv einer Schlangenbändigerin aus der Südsee einen indischen oder europäischen Wassergeist, der alsbald in die religiösen Vorstellungen aufgenommen wurde. Die Schlange passte in den Kontext traditioneller Wassergeistvorstellungen sowie zu der in Westafrika verbreiteten Idee der Verbindung von Schlange, Wasser und Regenbogen. Die Vorstellung von Mami Wata entwickelte sich zu einer Mischform aus Wassergottheit und Schlangenpriesterin.

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