Figur

1903

Über das Objekt

Eine fein herausgearbeitete Hockerfigur ziert den Holzstab, der an seiner Unterseite spitz zu läuft. Die recht symmetrisch geschnitzte Ahnendarstellung trägt einen ausladenen Kopfschmuck, der ein Symbol für die hohe Stellung des dargestellten Verstorbenen ist.
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Die grazile Hockerfigur bekrönt einen Stab. Gesicht und Arme wurden besonders fein herausgearbeitet. Der dominante Kopfschmuck, ein Rangabzeichen, und der Sockel sind mit Kerbschnitt ornamentiert - beides erinnert an den Stil der Insel Leti. Man glaubte, solche von spezialisierten Schnitzern gefertigten Figuren würden nach dem Tod von den Schatten der Verstorbenen „besetzt“, die erst später ins „Dorf der Ahnen“ gingen. Sie wurden auf einem speziellen Brett im Haus aufbewahrt und erhielten Speiseopfer, damit sie die Bitten der Hinterbliebenen anhörten. Der Geologe und Paläontologe Georg Boehm brachte von einer Forschungsreise u. a. 45 Ahnenfiguren der Molukken mit. Er gab sie dem Museum als Dauerleihgabe, die von Ruth Leuschner, der Erbin seines Sohnes, in eine Schenkung umgewandelt wurde.

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