Folterwerkzeug

Spanische Stiefel, 16. - 18. Jahrhundert

Über das Objekt

Bis weit ins 18. Jahrhundert blieb die Folter oder „peinliche (= schmerzhafte) Befragung” ein probates Mittel der Rechtsfindung. Noch in der „Constitutio Criminalis Theresiana”, der Gerichtsordnung, die 1768 unter Maria Theresia für ganz Österreich erlassen wurde, waren Methoden und Instrumente der Folter genau verzeichnet. Die aus dem Freiburger Rathaus stammenden „Spanischen Stiefel”, in denen Schmerzen durch das Einklemmen und Quetschen der Unterschenkel zugefügt werden konnten, sind genau nach den Maßgaben und Zeichnungen der „Theresiana” hergestellt worden. Gleichwohl führte die Darstellung der „Torturen” zu einer Diskussion unter den Juristen und schließlich zur Abschaffung der Folter in Österreich 1776 durch einen Erlass der Herrscherin. Im Strafgesetzbuch Kaiser Josephs II., das die „Theresiana” 1787 ablöste, gab es keine Folter mehr.

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