Fritz Schwegler

Goldrandler, Schlüssel frei schwebt, EN3967, 1974

Über das Objekt

Fritz Schweglers Werke entstehen aus Notizen, die er seit dem Jahr 1962 auf kleinen Notizzetteln notiert. Die Bezüge zwischen Bild und Schrift spielen im Werk selbst eine große Rolle. Meist zeugen schon die Titel von der Lust des Künstlers die Möglichkeiten der Sprache auszureizen.
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Seit dem Jahr 1962 schreibt Fritz Schwegler seine Einfälle auf kleine Notizblätter, die er selbst Urnotizen taufte. Einfälle, Sinnsprüche, Prosatexte - seine Kunstwerke entstehen aus diesen auf viele Tausend angewachsenen Notizen. So spielen die Bezüge zwischen Bild und Schrift im Werk selbst eine große Rolle, meist zeugen die Titel schon von der Lust des Künstlers die Möglichkeiten der Sprache auszureizen. Das Bild „Goldrandler, Schlüssel frei schwebt, EN3967“ zeigt uns links das Bild eines Schlüssels und rechts einen Text, der diesen näher beschreibt. Schweglers ungewöhnliche sprachliche Wendungen, unerwartete Wortschöpfungen und abseitige Formulierungen geben dem Publikum nicht selten mehr Rätsel auf als dass sie Aufklärung wären. Seine Kunstwerke sind eigen, zuweilen hermetisch und der dargebotene Schlüssel bleibt auch hier in Anführungszeichen und nimmt den Rezipienten die Erschließungsarbeit nicht ab. Schwegler versteht sich als „Resonanzkörper, der das Empfangene weiterzugeben hatte, es verstärken, verwandeln, vermitteln sollte und gerade daran zu messen war, wie stark er andere damit ansteckte“ (Wolfgang Ullrich). Er war deshalb auch ein begnadeter, fordernder und großzügiger Akademielehrer und zu seinen Schülern zählten heute international anerkannte Künstler wie Thomas Demand, Katharina Fritsch, Gregor Schneider oder Thomas Schütte.

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