Martin Disler

o. T., 1983

Über das Objekt

Die Schnelligkeit der Linien dominiert den Eindruck des Bildes. Die Geschwindigkeit des Malprozesses, durch den Disler versucht, die Ratio außer Kraft zu setzen und der Gefühlswelt Ausdruck zu verleihen, lässt sich von den Betrachtenden fast körperlich nachvollziehen. Wie Körpersprache lassen sich Dislers Arbeiten lesen, die somit konsequenterweise ohne Titel auskommen.
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Martin Dislers Werk wird einer sinnlichen und antikonzeptuellen Kunst zugeordnet. Seine stark von Körperlichkeit und malerischer Gestik beeinflusste Malerei kreist immer wieder um Themen wie Schmerz, Sexualität und Tod. Die Überwindung von physischen und psychischen Grenzen ist seine Disposition: „Die Welt dreht durch mich, wie ein Fleischwolf“ (Disler). Er benutzt - darin ähnlich wie K.O. Götz - auch Geschwindigkeit im Malprozess als Mittel, um die Ratio außer Kraft zu setzen und so direkter einer inneren Gefühlswelt Ausdruck verleihen zu können. Diese Unmittelbarkeit des Malprozesses begegnet den Betrachtenden hier in einem Geflecht aus schwarzen Linien und Flächen, die freie Assoziationsmöglichkeiten zulassen.

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