Hirnkoralle

Faviidae unbestimmt

Über das Objekt

Das Objekt stammt aus dem Museums-Altbestand. Vielleicht von 1961, da dies am Objekt vermerkt ist. Weitere Informationen sind nicht vorhanden. Ein Inventarbucheintrag wurde bislang nicht identifiziert.
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Hirnkorallen sind in allen tropischen Meeren verbreitet. Diese großpolypigen Steinkorallen gehören zu den sessilen Nesseltieren ohne Medusenstadium und wachsen sehr oft in Kolonien. Sie sind typische Vertreter im Lebensraum Korallenriff. An ihrem Fuß scheiden sie ein Kalkskelett aus Calciumcarbonat (Modifikation Aragonit) aus. Hirnkorallen leben in Symbiose mit photosyntheseaktiven Zooxanthellen, die die Koralle mit Nährstoffen versorgen und ihr ebenfalls ihre Farbe verleihen. Flache, lichtreiche, warme Gewässer sind für diese Korallen lebensnotwendig. In Stressituationen, zum Beispiel bei Erwärmung des Meerwassers, werden die Zooxanthellen ausgestoßen. Hält der Stress zu lange an, oder findet keine Erholung statt, können die lebensnotwendigen Zooxanthellen nicht wieder aufgenommen werden. Bekannt ist dieses Ereingnis als Korallenbleiche. Die Koralle verhungert, zurück bleibt ein weißes Skelett. Hirnkorallen können zwar mit Erfahrung in Meerwasseraquarien gepflegt werden, ihre Vermehrung ist jedoch äußerst schwierig. Deshalb kommt es, trotz strengen Verbots, immer wieder zu umfangreichen Wildsammlungen. Dabei werden großflächig Korallenstöcke aus einem Riff herausgebrochen. Die Schäden sind enorm. Hirnkorallen haben ein sehr langsames Wachstum. Große Exemplare können viele hundert Jahre alt sein. Steinkorallen sind im Anhang II des "Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen" ("Washingtoner Artenschutzübereinkommen") gelistet.

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