Maske

900 – 1100 n. Chr. Mittleres Sicán

Über das Objekt

Die Maske aus getriebenem Goldblech war ursprünglich mit Zinnober rot bemalt und mit (nur noch teilweise vorhandenen) Anhängern aus Goldplättchen und Edelsteinen geschmückt, möglicherweise auch mit Federn. Typisch für die Sicán-Kultur an der Nordküste des heutigen Peru sind Darstellungen des sog. „Herrn von Sicán“ mit hervorstehender Nase, großem Ohrschmuck sowie „Flügelaugen“. Diese an Vogelschwingen erinnernden Augen werden verschiedentlich als Zeichen des mythischen Gründers der Kultur Ñaymlap interpretiert. Die flache Maske war am Mumienbündel eines Angehörigen der Elite befestigt oder neben ihm im Grab platziert. Möglicherweise wurde sie von ihrem Besitzer auch schon zu Lebzeiten bei religiösen Ritualen benutzt. Die Maske wurde auf Anfrage des Museums durch das Land Baden-Württemberg angekauft und als Dauerleihgabe überlassen.

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