Schale

Über das Objekt

Die Schale mit Deckelzeigt an beiden Griffenden menschliche Köpfe, die auf der Schale in Arme, übergehen. Die reich geschnitzten Muster an den Seiten und der Unterseite symbolisieren die Rippen der beiden Figuren, die Ahnen oder konkrete Vorfahren darstellen.
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Solche Behälter dienten hochrangigen Personen zur Aufbewahrung von wertvollen Gegenständen wie etwa Schmuckfedern. Sie wurden an Schnüren von der Decke abgehängt und sind daher von unten zu betrachten, so dass die reichen Schnitzereien und die Gesichter der Figuren zu sehen sind. Die Schale bot nicht nur praktischen Schutz, sondern bewahrte auch die Kraft, das sogenannte mana, das vom hochrangigen Besitzer auf die Gegenstände übertragen wird. Mana ist ein in ganz Polynesien verbreitetes Konzept, das besondere, von menschlichen oder göttlichen Vorfahren übernommene Macht zuschreibt. In den hierarchischen Gesellschaften Polynesiens war mana nur hochrangigen Menschen zugänglich, andere mussten davor geschützt werden - etwa durch das ebenfalls polynesische Konzept des Tabu, durch das ein Abstand zu bestimmten Menschen oder Gegenständen gewahrt wird. Der westliche, wesentlich eingeschränktere Gebrauch des Wortes „Tabu“ ist hierauf zurückführbar.

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