Werbeschild

"Der Alemanne", 1935

Über das Objekt

Die seit November 1931 in Freiburg verlegte Tageszeitung „Der Alemanne” war das offizielle regionale „Kampfblatt” der NSDAP und „Sprachrohr im Sinne Adolf Hitlers”. Die anderen Zeitungen in Freiburg, wie die sozialdemokratische „Volkswacht”, wurden nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 umgehend verboten oder „gleichgeschaltet”, also auf die politisch-ideologischen Ziele des Nationalsozialismus hin ausgerichtet. Die Werbetafel nutzt modernste typographische Elemente und zeigt die NS-Propaganda gestalterisch auf der Höhe der Zeit. „Hauptschriftleiter” (Chefredakteur)) des „Alemannen” war der studierte Volkswirt Franz Kerber, seit 1930 Parteigenosse und seit 1932 Kreisleiter der NSDAP. Er sorgte im März 1933 mit einer im „Alemannen” angeheizten Kampagne für den Rücktritt des amtierenden Freiburger Oberbürgermeisters Karl Bender, dessen Amt ihm danach von der Partei übertragen wurde.

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