Wilhelm Hasemann

Dans le coin dévotionnel de la pièce, nach 1883

A propos de l'objet

Ce tableau présente également le séjour de l’atelier de Hasemann. Sa table avec le banc en coin faisant l’angle était en général le point central de la vie domestique. Au-dessus des deux enfants, une peinture est accrochée dans l’angle pieux du mur. En général, on y fixait un crucifix, dans la localité protestante de Gutach, il était souvent remplacé par une estampe à motif religieux.
Wilhelm Hasemann gelangte mehr durch einen Zufall 1880 in die Ortschaft Gutach im Kinzigtal, das ab 1873 durch die Eisenbahn erschlossen wurde. Hasemann blieb fast sein ganzes Leben in Gutach, begründete dort eine eigene Malerschule und beschäftigte sich zeit seines Lebens mit den Traditionen und Gebräuchen des Schwarzwaldes. Ganz besonders wichtig war im Inneren jedes Schwarzwaldhauses die sogenannte Stube, die meist in einer Ecke des Hauses auf der Talseite angeordnet war. In der Stube stand ein Tisch, der an der Wand von eingebauten Bänken begleitet wurde. An diesem Tisch in der Stube spielte sich das gesamte Leben der Familie ab, hier wurde gemeinsam gegessen und gearbeitet. Gerade in der Winterzeit war dieser Raum oftmals der einzige beheizte Bereich des Hauses. Allerdings zeigt dieses Bild die Kulisse einer Schwarzwaldstube, die Hasemann in seinem Atelier eingerichtet hatte. Auf diesem Bild von Hasemann sitzt ein junges Mädchen an dem Tisch der Stube und arbeitet an einer Stickerei, daneben sitzt ein kleiner Junge, der den Betrachter anschaut. Das Sonnenlicht des Sommers fällt durch die Fenster, Blumen stehen auf den Fensterbänken. Im Vordergrund steht ein typischer Brettstuhl des Schwarzwaldes, bei dem Sitzfläche und Rücken - lehne jeweils aus einem Stück Holz gearbeitet worden sind. In der Hausecke hängt an der Wand ein Bild. In katholischen Familien war dort meistens ein Kruzifix angebracht, deswegen wird dieser Teil des Hauses im Schwarzwald auch »Herrgottswinkel« genannt. Allerdings gehört Gutach zu den wenigen evangelischen Dörfern des Schwarzwaldes, deswegen hängt im »Herrgottswinkel« vermutlich eine Grafik mit religiösem Inhalt, der aber nicht erkennbar ist. TILMANN VON STOCKHAUSEN

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